LITERATURA 2026

Die LITERATURA 2026 in Kassel, die vom 28. bis 31. Mai stattfand, zeigte erneut, wie spannend und relevant Literaturveranstaltungen heute sein können. Als begleitendes Festival zur Ausstellung »Haben Juden nichts zu lachen?« verband sie Lesungen, Gespräche und Performances mit aktuellen gesellschaftlichen Themen wie Antisemitismus, Identität und Zusammenleben.  Den Auftakt machte Sonali Beher mit einer Lesung und einem Gespräch über Fragen von Heimat und Zukunft, während Alexander Estis am zweiten Abend mit pointierten jüdischen Satiren überzeugte. Am dritten Abend präsentierten Lea Streisand, Michael Bittner und Heiko Werning scharfzüngige Texte gegen Judenhass, die zum Nachdenken und Lachen zugleich anregten.  Den Abschluss bildete Shlomit Tripp mit einem ungewöhnlichen Puppentheater, das humorvoll und provokant Einblicke in jüdisches Leben gab.  Die Kooperation von Literaturhaus Kassel, Caricatura Galerie und Stiftung Brückner-Kühner – in diesem Jahr in weiterer Zusammenarbeit mit dem Sara Nussbaum Zentrum für jüdisches Leben – schafft damit ein Format, das Literatur in einen größeren kulturellen Kontext stellt und zum Nachdenken ebenso wie zum Schmunzeln einlädt.

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