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Michael Holtschulte - »Amoklauf in der Waldorfschule«

Eröffnung:3.3.2017, 19.30 Uhr
Dauer:4.3. bis 1.5.2017
Zeiten:Di - Sa 12 - 19 Uhr
So, Feiertage 10 - 19 Uhr
Ort:Caricatura Galerie Kassel
Eintritt:4 Euro
3 Euro ermäßigt

Ausstellungseröffnung am Freitag, 3.3.2017, 19.30 Uhr
Laudatio: Oliver Uschmann
Musik: Alexx Marrone

Audiofile: Michael Holtschulte im hr-Interview (ab Minute 4:48)
Quelle: © hr-iNFO Kulturlust, 01.03.2017

Michael Holtschulte gehört zu den Shootingstars der Cartoon-Szene. Seine Facebook-Seite »Tot aber lustig« bringt es auf mehr als 300.000 Fans. Die Caricatura Galerie zeigt die Arbeiten ihres erfolgreichsten Sommerakademie-Absolventen nun in einer großen Einzelausstellung. 

Holtschultes Themenspektrum ist so bunt wie seine Cartoons. Er spannt einen Bogen von der digitalen Welt mit Smartphones, Social Media und Google über Beziehungsszenen im heimischen Wohnzimmer bis hin zum kultgewordenen Star-Wars-Universum. In seinen regelmäßig in der Süddeutschen Zeitung erscheinenden Karikaturen beweist er zudem einen Blick für das politische Tagesgeschehen.
Zu sehen sind neben aktuellen Cartoons auch Gemälde und Objekte. Zur Ausstellung erscheint im Lappan Verlag das Buch »Amoklauf in der Waldorfschule«..

Öffentliche Führungen:
So 12.3., 15 Uhr
Do 23.3., 18 Uhr
So 23.4., 15 Uhr

Cartoonlesung:
Do 6.4., 19 Uhr

Online-Präsentation zum französischen Satiremagazin Charlie Hebdo

Tignous: Nein zur Homoehe: Das Zölibat hindert uns nicht daran, Kinder zu haben!

Cabu: Islamophopie. Muss man vorm Jesuskind Angst haben?

Honoré: Passen Sie auf, dass Sie nicht auf Griechenland treten!

Charb: Einhundert Tote auf Lampedusa. „Mama! Ich bin auf einen Immigranten getreten!“. „Das macht nichts, nur die Quallen stechen …“

Tignous, 2013
Cabu, 2010
Honoré, 2010
Charb, 2011

www.museen-fuer-satire.com

Ab dem 3. Juli 2015 kann über www.museen-fuer-satire.com eine Online-Präsentation mit Zeichnungen und Texten der französischen Satirezeitung „Charlie Hebdo“ abgerufen werden. Das Projekt ist eine Kooperation der vier führenden Institutionen in den Bereichen Cartoon und Karikatur im deutschsprachigen Raum. Beteiligt sind die „Caricatura – Galerie für Komische Kunst“ in Kassel, das „caricatura museum frankfurt – Museum für Komische Kunst“, das „Cartoonmuseum Basel“ und das Museum „Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst“ in Hannover. Unterstützt wird das Projekt durch die deutsch-französische Einrichtung „Antenne Métropole“, eine Institution im Netzwerk des „Institut français“ Deutschland.

Die Präsentation ist eine Reaktion auf die mediale Berichterstattung, die damit verbundenen Diskussionen um Presse-, Kunst- und Meinungsfreiheit und die zahlreichen an die beteiligten Institutionen gerichteten Anfragen nach dem Anschlag auf das französische Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ am 7. Januar 2015 in Paris. Da nur wenige im deutschsprachigen Raum das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ oder die bei dem Anschlag getöteten Zeichner kennen, besteht ein erheblicher Informationsbedarf.

Auf der Plattform sind Informationen zur Geschichte und zu den Zeichnern der Zeitschrift „Charlie Hebdo“ sowie zum Kontext des Heftes innerhalb der französischen Gesellschaft aufbereitet. Anhand von ausgewählten Karikaturen der Jahrgänge 2010 bis 2015 wird ein repräsentativer Überblick über die Hauptthemen (Religion, Gesellschaft und Politik) sowie die Eigenheiten der Zeitschrift und ihrer Zeichner gegeben. Alle gezeigten Karikaturen und Texte wurden vom Französischen ins Deutsche übersetzt. In einem umfassenden Medienspiegel sind die unterschiedlichen Reaktionen auf den Anschlag, aber auch allgemeine Fragestellungen zu Karikatur und Satire, insbesondere im Kontext der Meinungs- und Kunstfreiheit, zusammengestellt und übersichtlich aufbereitet.

Um den Anspruch auf eine neutrale und wissenschaftliche Aufarbeitung zu gewährleisten, wurde Wert auf eine zeitliche Distanz zu den Anschlägen gelegt. Auf diese Weise bildet besonders der Pressespiegel eine Entwicklung in der medialen Berichterstattung ab. Die Auswahl der Karikaturen und Texte ist Ergebnis einer zeitintensiven Sichtung von über 250 Heften. Während des Projektes standen die Ausstellungshäuser in Kontakt mit der Redaktion von „Charlie Hebdo“.
Der Umgang mit Karikaturen setzt Wissen und ein Verständnis der Zusammenhänge voraus. Dies zu vermitteln, ist eine der zentralen Aufgaben der Museumsarbeit. Das Projekt soll zu einer Bewusstseinsschärfung für die im westlichen Kulturkreis verankerten Werte der Meinungs- und Kunstfreiheit beitragen.